Ich nannte dich Kate – Nicole Beisel

Ich nannte dich Kate  Nicole Beisel 300 Seiten

Ich nannte dich Kate
Nicole Beisel
300 Seiten

 
Familienroman der mehr verspricht als er hält
 

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In dem Roman „Ich nannte dich Kate“ von Nicole Beisel kommen die Hauptprotagonisten Linda und ihre Oma Betty vor. Linda lebt mit ihrer Großmutter zusammen, da ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Ihr ganzes Leben reduziert sich am Anfang der Geschichte auf ihr Berufsleben, da sie in einer Ausbildung steht. Genau dort trifft sie auf die dritte wichtige Person des Romanes. Sie fühlt sich auf eine eigenartige Art und Weise von dieser Frau angezogen. Doch sie versteht dies nicht. Das Rätsel nimmt seinen Lauf, als diese Frau ihre neue Nachbarin wird und Lindas geliebte Oma stirbt. Was es genau mit dieser Frau auf sich hat, müsst ihr einfach selber lesen.

 

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Das Cover finde ich einfach gehalten, aber ansprechend. Zusammen mit dem Titel könnte man darauf schließen, dass es um einen Familienroman geht. Was unglücklich ist, dass der Name so in den Kopf der Dame hineinragt und zumindest beim eBook dann nicht mehr so gut zu lesen ist.

 

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Linda ist eine sympathische junge Frau, die für ihre Ausbildung lebt. Sie hat schon ein bewegtes Leben hinter sich, von dem man aber zu wenig erfährt. Sie wirkte teilweise sehr naiv auf mich. Trotz dass sie die wichtigste Person in diesem Roman ist, fand ich sie persönlich nicht so gut charakterisiert. Hier hätte man mehr auf sie eingehen können, ihre Gedanken und Gefühle und auch noch ein wenig aus der Vergangenheit erzählen können.

 

Betty ist eine ältere Dame und die Oma von Linda. Von ihr erfährt man ein wenig mehr, auch welche Gedanken und Sorgen sie sich um Linda macht. Dies war sehr gut nachvollziehbar und sie als Person war gut charakterisiert. Ihr Ableben war sehr überraschend und gut im Buch eingebracht.

 

Die dritte und anfangs noch unbekannte Person spielt eigentlich auch eine wichtige Rolle. Ich konnte sie jedoch nicht wirklich richtig „greifen“. Zu ihr möchte ich nicht so viel verraten, da ich sonst wichtige Teile der Handlung verraten würde.

 

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Die Handlung ist geradlinig aufgebaut. Jedoch war bereits auf Seite 23 klar, worauf die Story hinaus läuft. Lediglich der Tod von Betty, der Oma von Linda, war unvorhersehbar. Dies war aber nötig, um das eigentliche Rätsel in Gang zu bringen. Ich fand es persönlich sehr schade, dass mir so früh im Buch schon die weitere Story klar war und mir somit die Spannung genommen wurde. Ich habe das Buch weitergelesen in der Hoffnung, es passiert noch etwas richtig Spannendes. Leider war das nicht wirklich der Fall und für mich plätscherte die Handlung nur noch dahin. Das Ende war dann auch nicht sonderlich überraschend. Hier hätte ich mir einen anderen Ausgang gewünscht oder ein Ende, was nicht schon vorhersehbar war.

 

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Der Schreibstil war anfangs gar nicht mein Fall. Es gab noch viele Kommata-Fehler sowie Fehler im Satzbau. Auch sind die Sätze extrem lang und verschachtelt. Hier ein Beispiel aus dem Buch: “Sie stellte es ihr – wie man es aus Filmen kennen mag, in denen es um schweren und scheinbar unheilbaren Liebeskummer ging – regelmäßig ein Tablett vor die Tür, ehe sie leise die Treppen wieder hinunter stieg und geduldig darauf wartete, dass Linda wenigstens eine Kleinigkeit zu sich nehmen mochte.“

Auch die vielen Wortwiederholungen „Betty“ bis zum ersten Drittel des Buches, gestalteten das Lesen als nicht sonderlich angenehm. Mehr als einmal fragte ich mich, ob das Lektorat diese eklatanten Fehler im Schreibstil übersehen hat. Die Sprache war auch recht einfach gehalten und erinnerte mich stark an einen Aufsatz in der 9. Klasse, aber leider nicht an ein hochwertiges Buch.

Dies besserte sich dann aber stark. Mir kam kurzfristig der Gedanke, dass jemand anderes das Buch weiter und fertig geschrieben hat. Der Schreibstil wurde anders. Die vielen Schachtelsätze hörten ebenso auf, wie Kommata-Fehler und Satzbaufehler. Der einfache Schreibstil verbesserte sich und es war angenehmer, das Buch zu lesen. Nun konnte man recht flott und ohne stolpern der Handlung folgen.

 

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Ich bin der Autorin dankbar, dass Sie mir das Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Jedoch bin ich ehrlich, gekauft hätte ich mir das Buch so nicht und bin auch froh, es nicht gekauft zu haben. Der Autorin möchte ich den Rat geben, sich nach einem anderen Lektorat umzusehen und die Fehler noch zu korrigieren und eine korrigierte Version auf Amazon online zu stellen.

 

Ich gebe diesem Buch daher leider nur  

 

2 Schmetterlinge von 5

2 Schmetterlinge von 5

 

 

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Erstveröffentlichung: 17.03.2014
Seitenzahl epub (gem. Neobooks): 161
Seitenzahl Print: genau 300
Verlag und ISBN: Keine(r), da Self-Publishing.

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