[Rezension] – Hubi – oder aller Anfang ist unschuldig – Pupuze Berber

Hubi

 

Autor: Pupuze Berber

Erscheinungsjahr: 2016

Formate: e-Book

Kapitelvorschau: Youtube

Inhalt

 

Hubert, von allen Hubi genannt ist 11 Jahre alt und wohnt in Odessa. Aus Trauer über den unerklärlichen Verlust seines Vaters und seiner Mutter, löst er sich in eine Wolke auf. Er vermisst seine Eltern sehr und so macht er sich auf die Suche nach ihnen. Auf seiner Reise hat er drei Wegbegleiter. Das Buch soll eine Suche darstellen, jeder sucht was ihm fehlt und dadurch soll er sich selbst verändern.

charaktere

 

Ganz ehrlich fällt es mir persönlich sehr schwer, hierzu etwas zu sagen. Warum Hubi zur Wolke wird, wird innerhalb zweier Sätze abgehandelt. Ansonsten bleiben alle Charaktere sehr blass und unscheinbar. Der Aufbruch des Vaters ist noch halbwegs nachvollziehbar. Der Aufbruch der Mutter scheitert leider (dazu unten mehr).

Auch die drei Wegbegleiter sind vorhanden. Hier sollte die Autorin bitte noch etwas nacharbeiten, denn das wichtigste an einem Buch sind die Charaktere, neben einer spannenden Handlung.

cover

 

Das Cover sprach mich leider weder auf dem ersten, noch auf dem zweiten Blick an. Daher ist es auch gut, dass dies durch die Autorin noch überarbeitet wird. Es erinnert stark an einen Heimatroman in einem günstigen, wenn nicht sogar billigen, Groschenroman. Hier könnte eine viel bessere Darstellung gewählt werden. Zumal das Buch Kinder und Jugendliche ansprechen soll. Hier wäre eine Wolke mit Gesicht, ob weinend über dem Meer oder freudig strahlend, eine bessere Alternative gewesen.

schreibstil

 

Das Buch hat keinen flüssigen Lesefluss, geschuldet einfach der vielen Rechtschreibfehler. Hier hat das Korrektorat leider massiv daneben gelegen. Gerade durch die massiven Fehler (keine Seite war ohne), geht jegliche Spannung verloren. Teilweise ist der Satzbau so falsch, dass man nicht versteht, was gemeint ist. Gerade bei der Szene, bei der die Mutter „verschwindet“, muss man mehrfach lesen. Denn so wirklich versteht man nicht, was passiert.

Diese vielen Fehler sorgen aber leider  dafür, dass einem die Lust vergeht. Hier besteht ein dringender Nachbesserungsbedarf. Teilweise sind bis zu 10 Fehler auf einer Seite (!!!) vorhanden. Dies darf einfach nicht passieren. Mal einen Fehler zu überlesen, okay. Das passiert sogar großen Verlagen, aber so massive Fehler sind für mich persönlich ein absolutes „No Go“ in einem Buch. Ebenso fehlte die „Tiefe“ im Buch. Gerade bei so einem tollen Thema wie die Suche nach etwas und der eigenen Transformation, kann man auch für ein Kinderbuch Einiges erwarten.

Unter dem Aspekt, dass es ein Kinderbuch sein soll muss ich leider sagen, dass die Handlung gerade für Kinder nicht nachvollziehbar ist. Ich gab es einem 10 Jahre alten Jungen zu lesen. Bereits nach 5 Seiten hatte er keine Lust mehr und meinte, es sei weder spannend, noch toll geschrieben und die Fehler nervten sogar ihn.

 

fazit

 

 

Man kann es gelesen haben, aber wenn nicht, hat man leider nicht viel verpasst. Es soll ein Buch für „Kinder ab 8 Jahren“ sein. Dafür gibt es auf keinen Fall eine Leseempfehlung, denn in dem Alter versteht man vieles einfach nicht, was gemeint sein soll, aber nicht transportiert werden konnte. Die vielen Fehler machen es auch einem Kind nicht gerade leicht, die Geschichte zu verstehen.

Insgesamt schlage ich vor, dass es ein neues Lektorat und Korrektorat bekommt, das Cover überarbeitet wird und dann erneut zur Rezension angeboten wird. Die Story ist ja nicht schlecht, leider nur momentan mangelhaft umgesetzt.

 

Ich gebe dem Buch daher keine Leseempfehlung und

1 Schmetterling von 5

1 Schmetterling von 5

 

4 Gedanken zu „[Rezension] – Hubi – oder aller Anfang ist unschuldig – Pupuze Berber

  1. Huhu,

    na das klingt ja erhebend. Aber ich bin ehrlich, ich währe schon beim Klappentext ausgestiegen. Es klingt einfach ziehmlich schwammig. Dazu dieses Cover …brrr…. ja ich nenne es jetzt einfahc mal scheußlich. Ja auf jedenfall ein Buch, das nciht auf meiner WuLi landen wird.
    Tolle Rezi. Deine Kritik ist gut beschrieben.

    Tintengrüße von der Ruby

    View Comment
    • Hi Ruby, danke dir für deine Meinung. Ich hatte schon Sorge, dass ich übers Ziel hinaus geschossen bin. Aber ganz ehrlich, was will man machen. Der Junge meinte “ Muss ich das weiterlesen oder kann das in den Müll?“. Da fehlen einem die Worte und ich habe es extra nochmal gelesen weil ich dachte, mir entgeht einfach was. Dem war leider aber wirklich nicht so.

      Von der Autorin sicherlich gut gemeint, aber ich hoffe, das Korrektorat und Lektorat war kostenlos, ansonsten sollte man da wirklich rechtlich gegen vorgehen. Dies zerstört doch eine eigentlich gut gedachte Story.

      Liebe Grüße

      Janine

      View Comment
  2. Herzlichen Dank für diesen Einblick. Ich hoffe darauf, dass deine Vorschläge auch umgesetzt werden. Denn an sich spricht mich die Geschichte an, werde ich jedoch (momentan) nicht lesen.
    Dass MAL was übersehen wird im Lektorat kann vorkommen, aber wie du es beschreibst, hat der Lektor/die Lektorin tatsächlich völlig versagt.

    Liebe Grüße

    View Comment
    • Hallo,

      ja leider wurde hier auf ganzer Linie versagt. Mal ein Fehler, da sagt kaum einer was. Aber so schlimm, dass man einfach nicht mehr weiterlesen möchte, dass gab es selten. Hier sind massive Nachbesserungen nötig.

      LG und eine schöne Woche

      Janine

      View Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

einfach ein kleines Bildchen eingeben, schon geht es weiter *