Rezension „Stummer Schrei Stiller Schmerz“ – Pia Hepke

Stummer Schrei Stiller Schmerz

Pia Hepke – Stummer Schrei Stiller Schmerz

 

 

„Stummer Schrei Stiller Schmerz“ ist eine außergewöhnliche Kurzgeschichte mit 77 Seiten. Viele Geschichten gibt es schon zu Wölfen, Feen, Elfen, Fantasy und Co. Doch wer wagt es, eine Kurzgeschichte über ein Pferd zu schreiben? Pia Hepke hat es getan und dies mit vollem Erfolg. 

Geht ihr vielleicht sogar reiten und nehmt Unterricht? Habt ihr euch jemals Gedanken darüber gemacht, wie sich das Pferd unter euch fühlt, wenn ihr als Anfänger auf ihm sitzt und im Maul rumzerrt oder ihm gar die Fersen in die Seite ramm? Nein, dann solltet ihr dieses Buch einfach lesen. Auch ich hatte als 10-jährige einmal Reitstunden auf einem „Bauernhof“. Doch ich habe mir nie Gedanken gemacht, wie es wohl dem Pferd geht. Doch nach dieser Geschichte, sehe ich das ganze aus einem ganz anderen Licht und frage mich, warum reitet man mit Sporen, wenn es auch anders geht? Muss man wirklich so mit der Gerte auf ein Pferd hauen, wenn es doch oft nur nicht versteht, was der Reiter sagen will?

Wie ihr sehen könnt, zeigt das Cover das Pferd Airia. Es wirkt wie ein Tanz auf dem Feuer, was sehr gut zur Kurzgeschichte passt. Mir hat das Cover sehr gut gefallen und es hatte mich neugierig, auf die Geschichte gemacht. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Das tolle, selbstgemalte Cover ist natürlich noch nicht alles. Auch im Buch sind die Kapitel durch kleine Symbole unterteilt. Diese sind natürlich nicht willkürlich gewählt. Die Interpretation bleibt aber jedem Leser selbst überlassen, auch wenn die Autorin auf ihrer Facebookseite diese Symbole indirekt erklärt hat.

Das Pferd in diesem Buch ist Airia und sie berichtet, wie es ihr mit ihrer Reiterin Janie geht. Es wird aber nicht nur aus Airias Sicht berichtet, sondern auch aus Janie’s Sicht. Ebenso spielt Sophie, die Freundin von Janie eine entscheidende Rolle in diesem Buch. So viel kann ich verraten. Janie stirbt und dann nimmt das traurige Schicksal von Airia seinen Lauf. Denn Janie hatte Airia von ihren schrecklichen Erinnerungen erlöst. Wie wird es denn jetzt nach dem Tod von Janie weiter gehen? Wird die arme Stute verkauft oder findet sich eine neue Reiterin, die genauso einfühlsam ist wie Janie es war?
Dies möchte ich euch natürlich nicht verraten. 

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Aber man sollte auf jeden Fall Taschentücher dabei haben, denn sie regt auch zum Nachdenken an und ist an einigen stellen auch recht traurig. die Gefühle des Pferdes, aber auch seiner Reiterin Janie wurden sehr gut an mich transportiert und ich konnte mich in die jeweiligen „Figuren“ hineinversetzen.

Bisher hat mich noch keine Kurzgeschichte so nachdenklich zurück gelassen, wie diese. Pia Hepke schaffte es, mich ab dem ersten Satz in den Bann zu ziehen und dies blieb bis zum Schluss. An keiner Stelle kam Langeweile auf. Eher war ich traurig, dass die seiten so schnell rum waren und die Geschichte ein Ende hatte. 

Liebe Pia, vielen Dank für diese tolle Story. Es ist daher keine Frage, dass es von mir 

 

5 von 5 Schmetterlinge

5 von 5 Schmetterlinge 

gibt und eine klare Kaufempfehlung. 

 

Hier noch die obligatorischen Infos zum Buch:

Seitenanzahl: 77 Seiten
Format: eBook – mobi
ASIN: B01438TSU2
Webseite: Pia Hepke 
Lesestoff gibt es hier: Amazon

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