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Wednesday Wisdom ~ Aus dem Leben von Fräulein Chaos

Solli, Freunde der Nacht!

Wie auch Janine #1, gerne ihr Wort zum Sonntag verbreitet, möchte ich mich der Idee anschließen und meine Weisheiten Mittwochs verbreiten. Gerne könnt ihr, wenn ihr Fragen habt, mir diese in den Kommentaren stellen und ich werde sie Mittwochs beantworten. Deswegen auch diese dramatische Überschrift. Nun ja, momentan ist vieles in meinem Leben Chaos und ich muss diesen Trümmerhaufen erstmal aufräumen. Yaaaay (insert Begeisterung here).

Welche Weisheiten gibt es den heute zu verbreiten? Gute Frage, nächste Frage. Erst einmal ein paar Dinge die mich in den letzten Tagen massiv beschäftigt haben. Fühlt sich jetzt schon wie ein Tagebucheintrag an. Oje.

Nach einigen heftigen Monaten, bin ich gerade wieder dabei mein Leben in den Griff zu bekommen. Überraschenderweise läuft es gerade echt gut, aber man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben. Ich bin da leidenschaftlicher Pessimist. Bis die Wogen wieder geglättet sind, wird es noch ein paar Jahre dauern, aber hey, wenigstens ist ein Anfang gemacht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso es so schwer wird zu leben heutzutage. Erst neulich, ging mir das durch den Kopf. Von Klein auf bekommt man ein gewisses Bild in den Kopf gesetzt was man wann zu erreichen hat. Ab was man tun muss, welche Meilensteine man abgeklappert haben muss, wenn man so und so alt ist.

Wenn ich da auf mein Leben zurückblicke (große Worte für eine 25 Jährige, duh) bin ich ein enormer Spätzünder. Und ich fühl mich doch tatsächlich schlecht dabei, dass ich mein Leben nicht so im Griff habe, wie es der Standard und die Erwartungen von Hinz und Kunz fordern. Seltsam, oder? Was es alles so gibt, was einen ein mieses Gefühl bereitet. Hat auch jemand als das Gefühl, die Angst, das man nicht gemocht wird, sondern die Leute einen nur netterweise tolerieren und ansonsten denken: „Hoffentlich lässt sie mich in Ruhe“? So geht’s mir eigentlich immer. Aber Negatives zu sehen ist doch viel einfacher, als die positiven Dinge des Lebens.

Momentan schlaf ich auf der Couch meiner Großmutter, mein Onkel und sie waren so gnädig, mich auf zunehmen. Sonst wäre ich auf der Straße gelandet. Nicht gerade cool, was? Nein. Die Dankbarkeit die ich verspüre ist sehr groß, auch wenn ich sie nicht wirklich zeigen kann. Die Suche nach meinen eigenen vier Wänden läuft auf Hochtouren, aber hier in der Gegend etwas preiswertes und heimliges zu finden ist…naja, wie ein 6er im Lotto. Am Sonntag habe ich eine wunderschöne Wohnung angeschaut, eine wunderschöne Kellerwohnung. Die Chance diese zu bekommen, o gott. Es wäre großartig, aber ich bin zu pessimistisch und glaub nicht wirklich SO VIEL Glück zu haben.

Es waren noch so viele andere Leute da, ältere Leute, die vermutlich das dreifache verdienen und ihr Leid geklagt haben, wie dringend sie doch eine Wohnung suchen. Oder was für tolle Berufe sie ausüben (nach der zehnten Erwähnung, das man Events plant ist aber auch mal gut hier, geez). Ja, man fühlt sich jetzt nicht gerade so super, wenn man sowas hört…und man selbst jongliert Schulden, inneren Tumult, Arbeit und Wohnungssuche. Und man hat nichts großartiges von der Liste erreicht, die man von Klein auf eingeprügelt bekommt. Jedenfalls, hatte ich noch am Sonntag einen kleinen Euphorieschub, dass ich mal provisorisch „einkaufen“ war. Bei einem Möbelhändler, hab ich mal online alles in den Warenkorb gelegt, was ich brauchen könnte.

Ich muss unbedingt im Lotto gewinnen. Mir wurde klar, das ich in meinen bisherigen Wohnungen extrem Glück hatte. Ich war zwar immer der Annahme, dass ich gut ausgestattet sei, aber dennoch, gosh. Dennoch, würde ich mir doch gern mal was neues holen wollen. Etwas, was eine Wohnung zur Heimat macht. Ich war bis jetzt recht minimalistisch und kein Dekofreund, aber da habe ich auch nicht in meiner Heimat gewohnt. Sondern 80km und 800km entfernt von ihr.

Aber jetzt, wo ich wieder „Zuhause“ bin, möchte ich doch gerne meine vier Wände haben, die Heimat sagen. Und ich würde mir gern die Dinge neu kaufen. Vieles habe ich noch in Bremen (eigentlich alles, wie meine geliebte Waschmaschine oder meinen Soda Club), aber vieles müsste auch einfach neu gekauft werden, FALLS ich die Wohnung bekomme.  Der kleine Shoppingtrip tat echt gut, ist aber eigentlich voll für den Popo. Den realistisch gesehen und bei der Konkurrenz, meh. Ich glaube nicht daran. Es wäre zu perfekt, das Zeitliche würde sehr gut passen, in der Woche hätte ich sogar Urlaub. Geld wäre auf die Seite gelegt, ich könnte meine Sachen aus Bremen holen. Jaaa. Genug jetzt davon, es bleibt einfach ein schöner Traum. Und die Ware im online Möbelgeschäft, wird nie ihren Weg zu mir finden. Case closed.

Die Euphorie hat der Realität wieder Platz gemacht. Aber vielleicht geschieht ja doch ein Wunder. Toll wäre es ja. Definitiv.

 

 

Und jetzt kommt auch noch etwas Buchtechnisches in dieses Gebbrabel. Schaut auch jemand von euch Game of Thrones? Ich bin am überlegen mir die Bücher zu kaufen. Allerdings bin ich jetzt kein so großer Fan von ‚zuerst Serie/Film sehen, dann Buch

 

dazu lesen‘. Man stürzt sich mit ganz anderen Erwartungen in den Lesestoff, wenn man vorher schon die Verfilmung gesehen hat. Oftmals war’s schon so, dass mich das Buch enttäuscht hat. Dennoch wurds mir schon von vielen Leuten empfohlen, weil sie doch so fantastisch sein sollen. Und ich würd‘ gerne mehr über mein Lieblingscharakter erfahren – Asha Greyjoy. Welcher ist den euer Lieblingcharakter aus der Romanreihe/der Serie? Definitiv noch Tyrion, Brienne und Arya (und der ewig paddelnde Gendry, er ist so niedlich, help). Na gut, die Serie ist echt gut geschrieben, sodass man wirklich nur wenige Charaktere hat, die die Sympathiegrenze fix überschritten haben. Eine gleichwertige – verdammt gute – Serie wäre definitiv Breaking Bad.

Habt ihr den eine Lieblingsszene aus der Serie oder den Büchern? Was hat euch den die Woche über bewegt? Habt ihr Fragen oder Wünsche?

Schreibt es in die Kommentare!

 

 

In diesem Sinne – Valar morghulis!