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Kalte Berechnung – Stefanie Maucher

 
 
Es gibt klassische Rezensionen, es gibt Kurzrezensionen und es gibt Rezensionen, wo man nicht weiß, wie man sie schreiben soll. Entweder war das Buch nur Mittelklasse, oder es war super und hat mich so bewegt, dass mir die Worte fehlen. 

Dieses Buch gehört auf jeden Fall zur Kategorie super. Da ich aber nicht so richtig weiß, wie ich es diesmal in Worte fassen soll, wird es keine klassische Rezension werden.

Stefanie Maucher ist Autorin und Mutter zweier Kinder und lebt jetzt in einer Stadt, die ich sehr mag – Leipzig. Geboren wurde sie 1976 in Stuttgart. Von ihr sind mehrere Romane bereits erschienen, u.a. „Fida“ und die „Kinder der Monde“. Sie ist vom Genre her also sehr wandelbar 😉
Vertreten ist sie mit ihrer eigenen Webseite, sowie auf Facebook (daher sind auch die Infos zu ihrer Person).

 

Kalte Berechnung (c) dotbooks.de

Kalte Berechnung
(c) dotbooks.de

Stefanie Maucher beschreibt in Kalte Berechnung die Rachegeschichte einer Mutter. Der Inhalt ist recht heftig und bevor ich ihn falsch wiedergebe, zitiere ich aus der Beschreibung:

„Er denkt, er kann sie kontrollieren.
Er denkt, sie wird ihm ihre Unschuld schenken.
Er weiß noch nicht, auf was er sich eingelassen hat …

Hand auf’s Herz: Wenn Sie hören, dass ein Kind missbraucht wurde – hegen Sie dann nicht auch für einen Moment den Wunsch, den Mistkerl zu bestrafen? Nur: Was passiert, wenn jemand es wirklich tut?“ (Quelle: dotbooks.de)

Das Buch ist auf jeden Fall keine leichte Kost. Es hat „nur“ 56 Seiten, aber viel mehr braucht es auch nicht. Oft habe ich unbewusst beim Lesen den Atem angehalten, teilweise auch gezittert. Schon lange hat mich kein Buch mehr auf diese Art und Weise gefesselt und mitgenommen. Immer wieder wollte ich es ob der Beschreibung einfach weglegen, hat es mich doch teilweise getriggert. Aber es ging nicht. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und vor allem, wie es ausgeht. Es ist in der Ich-Form geschrieben.

Die Geschichte spielt in Ferropolis – Stadt aus Eisen. Die Autorin ist es gelungen, eindrucksvolle Ortsbeschreibungen zu geben. Ich konnte mir Ferropolis vor meinem Auge richtig vorstellen, obwohl ich es gar nicht kannte. Die Spannung war die ganze Zeit hoch, die Handlung in meinen Augen einzigartig, auch wenn es eine überraschende Wendung gab. Es gab nur einen kleinen Punkt, den ich mir nicht vorstellen konnte. Die Mutter soll ausgesehen haben wie eine Minderjährige. Selbst vor der Konzertkulisse und in Dunkelheit kann ich mir das schlecht vorstellen.

Alles in allem war es eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat und nur einen kleinen Minuspunkt hat und damit erreicht sie

4 Schmetterlinge von 5

4 Schmetterlinge von 5

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Infos zum Buch

Seiten: 56
Erscheinungsdatum: Aug 2012
ISBN: eBook 978-3-943835-15-1
Verlag: dotbooks