Tag-Archiv | Rezensionen März 2014

Ich nannte dich Kate – Nicole Beisel

Ich nannte dich Kate  Nicole Beisel 300 Seiten

Ich nannte dich Kate
Nicole Beisel
300 Seiten

 
Familienroman der mehr verspricht als er hält
 

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In dem Roman „Ich nannte dich Kate“ von Nicole Beisel kommen die Hauptprotagonisten Linda und ihre Oma Betty vor. Linda lebt mit ihrer Großmutter zusammen, da ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Ihr ganzes Leben reduziert sich am Anfang der Geschichte auf ihr Berufsleben, da sie in einer Ausbildung steht. Genau dort trifft sie auf die dritte wichtige Person des Romanes. Sie fühlt sich auf eine eigenartige Art und Weise von dieser Frau angezogen. Doch sie versteht dies nicht. Das Rätsel nimmt seinen Lauf, als diese Frau ihre neue Nachbarin wird und Lindas geliebte Oma stirbt. Was es genau mit dieser Frau auf sich hat, müsst ihr einfach selber lesen.

 

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Das Cover finde ich einfach gehalten, aber ansprechend. Zusammen mit dem Titel könnte man darauf schließen, dass es um einen Familienroman geht. Was unglücklich ist, dass der Name so in den Kopf der Dame hineinragt und zumindest beim eBook dann nicht mehr so gut zu lesen ist.

 

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Linda ist eine sympathische junge Frau, die für ihre Ausbildung lebt. Sie hat schon ein bewegtes Leben hinter sich, von dem man aber zu wenig erfährt. Sie wirkte teilweise sehr naiv auf mich. Trotz dass sie die wichtigste Person in diesem Roman ist, fand ich sie persönlich nicht so gut charakterisiert. Hier hätte man mehr auf sie eingehen können, ihre Gedanken und Gefühle und auch noch ein wenig aus der Vergangenheit erzählen können.

 

Betty ist eine ältere Dame und die Oma von Linda. Von ihr erfährt man ein wenig mehr, auch welche Gedanken und Sorgen sie sich um Linda macht. Dies war sehr gut nachvollziehbar und sie als Person war gut charakterisiert. Ihr Ableben war sehr überraschend und gut im Buch eingebracht.

 

Die dritte und anfangs noch unbekannte Person spielt eigentlich auch eine wichtige Rolle. Ich konnte sie jedoch nicht wirklich richtig „greifen“. Zu ihr möchte ich nicht so viel verraten, da ich sonst wichtige Teile der Handlung verraten würde.

 

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Die Handlung ist geradlinig aufgebaut. Jedoch war bereits auf Seite 23 klar, worauf die Story hinaus läuft. Lediglich der Tod von Betty, der Oma von Linda, war unvorhersehbar. Dies war aber nötig, um das eigentliche Rätsel in Gang zu bringen. Ich fand es persönlich sehr schade, dass mir so früh im Buch schon die weitere Story klar war und mir somit die Spannung genommen wurde. Ich habe das Buch weitergelesen in der Hoffnung, es passiert noch etwas richtig Spannendes. Leider war das nicht wirklich der Fall und für mich plätscherte die Handlung nur noch dahin. Das Ende war dann auch nicht sonderlich überraschend. Hier hätte ich mir einen anderen Ausgang gewünscht oder ein Ende, was nicht schon vorhersehbar war.

 

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Der Schreibstil war anfangs gar nicht mein Fall. Es gab noch viele Kommata-Fehler sowie Fehler im Satzbau. Auch sind die Sätze extrem lang und verschachtelt. Hier ein Beispiel aus dem Buch: “Sie stellte es ihr – wie man es aus Filmen kennen mag, in denen es um schweren und scheinbar unheilbaren Liebeskummer ging – regelmäßig ein Tablett vor die Tür, ehe sie leise die Treppen wieder hinunter stieg und geduldig darauf wartete, dass Linda wenigstens eine Kleinigkeit zu sich nehmen mochte.“

Auch die vielen Wortwiederholungen „Betty“ bis zum ersten Drittel des Buches, gestalteten das Lesen als nicht sonderlich angenehm. Mehr als einmal fragte ich mich, ob das Lektorat diese eklatanten Fehler im Schreibstil übersehen hat. Die Sprache war auch recht einfach gehalten und erinnerte mich stark an einen Aufsatz in der 9. Klasse, aber leider nicht an ein hochwertiges Buch.

Dies besserte sich dann aber stark. Mir kam kurzfristig der Gedanke, dass jemand anderes das Buch weiter und fertig geschrieben hat. Der Schreibstil wurde anders. Die vielen Schachtelsätze hörten ebenso auf, wie Kommata-Fehler und Satzbaufehler. Der einfache Schreibstil verbesserte sich und es war angenehmer, das Buch zu lesen. Nun konnte man recht flott und ohne stolpern der Handlung folgen.

 

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Ich bin der Autorin dankbar, dass Sie mir das Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Jedoch bin ich ehrlich, gekauft hätte ich mir das Buch so nicht und bin auch froh, es nicht gekauft zu haben. Der Autorin möchte ich den Rat geben, sich nach einem anderen Lektorat umzusehen und die Fehler noch zu korrigieren und eine korrigierte Version auf Amazon online zu stellen.

 

Ich gebe diesem Buch daher leider nur  

 

2 Schmetterlinge von 5

2 Schmetterlinge von 5

 

 

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Erstveröffentlichung: 17.03.2014
Seitenzahl epub (gem. Neobooks): 161
Seitenzahl Print: genau 300
Verlag und ISBN: Keine(r), da Self-Publishing.

House of Night – Erwählt – P.C. Cast + Kristin Cast

 

House of Night - Erwählt - P.C. Cast + Kristin Cast 448 Seiten

House of Night – Erwählt –
P.C. Cast + Kristin Cast

 

 

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Im dritten Band „Erwählt“ der Reihe House of Night von P.C. Cast + Kristin Cast geht es „heiß“ her. Zoey hat gleich mehrere Verehrer. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Die Jungvampyre,  so wie ihre Freundin Stevie Rae sind gestorben und doch nicht tot, denn sie haben sich zu untoten Wesen gewandelt. Nun ist guter Rat teuer und wer bietet sich da besser als Hilfe an, als Aphrodite, die von Nyx sogar mit Stevie Raes Gabe, das Element der Erde zu beherrschen, beglückt wird. Doch kann sie Aphrodite trauen? Kann sie irgendwem noch trauen, nachdem dunkle Mächte am Werk sind? Was sagen ihre Freunde dazu? Lest selbst!

 

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Wie auch schon bei Band 1 und 2 gefällt mir das Cover sehr gut. Abgebildet ist der Hals von Zoey mit einem silbernen Halbmondanhänger. Gerade das Hard Cover glänzt sehr schön, besonders die Tribal auf dem mattschwarzen Hintergrund.

 

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Zoey war für mich in diesem Band sehr nervig. Sie hat sich in meinen Augen sehr offenherzig gegenüber Männern verhalten, hatte mehrere Männer gleichzeitig und konnte sich einfach nicht entscheiden. Sie wirkte auf mich in diesem Band sehr unreif, pubertär. Dadurch wurde sie mir immer unsympathischer.

Aphrodite entwickelte sich immer mehr vom „bösen Mädchen“ zu einem „guten Mädchen“ und wurde mir immer sympathischer mit zunehmender Handlung. Sie wird in den Schülerrat aufgenommen und erhält die Erdaffinität und nimmt eine wichtige Rolle im Handlungsstrang im Buch ein.

Neferet verändert sich mit zunehmender Handlung des Buches. Hier kann ich jedoch nicht viel schreiben, damit ich nicht spoiler. Manchmal täuscht doch der erste Eindruck. Ihre Rolle ist sehr gut beschrieben.

 

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Am Anfang gab es auch langwierige Wiederholungen und Erklärungen, welche Charaktere im Buch sind, warum die Zwillinge keine echten Zwillinge sind, über den Schwulenstatus von Damien u.ä.  Gerade diese Wiederholungen machten es mir sehr schwer, in die Handlung gut hineinzufinden. Zumal die Autorin davon ausgehen musste, dass man nicht mit dem dritten Band anfängt und auch wenn zwischen dem Ende von Band 2 und dem Erscheinen von Band 3 eine gewisse Zeit lag, so hat man sich doch die grundlegenden Dinge aus den ersten beiden Bänden gemerkt. Auch war die Handlung nicht wirklich spannend aufgebaut und ich musste mich mehrfach aufraffen, dieses Buch weiterzulesen.  Das Augenmerk war in diesem Band extrem auf die ganzen Liebschaften gelegt, was mir gar nicht gefallen hat.  

 

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Es war meiner Neugier zu verdanken, dass ich Band 4 noch gelesen habe. Wer die Reihe zu Ende lesen möchte, sollte sich diesen Band kaufen, damit er weiß, wie es weiter geht. Ansonsten bekommt dieser Band von mir keine Kaufempfehlung.

 

Ich gebe diesem Band daher leider nur  

3 Schmetterlinge von 5

3 Schmetterlinge von 5

 

 

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 29.07.2010
Verlag: Fischer FJB
ISBN: 978-3-8414-2003-9
Hardcover: 448 Seiten

Yildiz heißt Stern – Isolde Heyne

Yildiz heißt Stern - Isolde Heyne

Yildiz heißt Stern – Isolde Heyne

 

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 01.02.1998
Aktuelle Ausgabe: 01.02.1998
Verlag: Arena
ISBN: 9783401044873
Gebunden: 160 Seiten
Sprache: Deutsch

 

Jugendroman über Ausländerfeindlichkeit

 

Inhalt:

In dem Buch Yildiz heißt Stern von Isolde Heyne geht es um das Thema Ausländerfeindlichkeit und seine Folgen. Es ist ein Jugendbuch. Yildiz ist 15 Jahre alt und lebt schon viele Jahre mit ihrer Familie in Deutschland. Eines Tages wird sie von drei Skinheads angepöbelt. Sie schämt sich so sehr, dass sie zu Hause nichts sagt. Dies war jedoch erst die Spitze des Eisberges. Sie hat viele Freunde, doch auch denen vertraut sie sich zunächst nicht an. Besonders ihr Bruder soll nie erfahren, was geschehen ist. Alles ändert sich, als es zu einem brutalen Überfall kommt. Was dann passiert, lest ihr am besten selbst. 

 

Meine Meinung:

Trotz dass es ein Jugendbuch ist, habe ich es gelesen. Es ist flüssig geschrieben und lässt sich daher leicht lesen. Gerade für Jugendliche finde ich es gut geschrieben. Allerdings merkt man der Sprachwahl, dass es bereits aus dem Jahre 1997 ist. Ich weiß nicht, ob die heutigen Jugendlichen, diesen Schreibstil noch mögen würden. Der Handlungsablauf ist einfach strukturiert, es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen. Möchte man die heutigen Jugendlichen für das Thema Ausländerhass sensibilisieren, sollte man das Thema anders angehen. So wird nur eine Geschichte erzählt, die jeder in den Nachrichten lesen kann. Außerdem werden alle gängigen Klischees bedient, beider Gruppen. Die Handlung ist dadurch vorhersehbar.  Man hätte die ganze Story auch in eine Kurzgeschichte packen können. Ich gebe dem Buch daher nur

 

 

3 Schmetterlinge von 5

3 Schmetterlinge von 5