Tag-Archiv | Rezensionen Mai 2014

Die flammenden Schwingen Ethernas – Jennifer Jager

Die flammenden Schwingen Ethernas - Jennifer Jager 399 Seiten als eBook

Die flammenden Schwingen Ethernas – Jennifer Jager
399 Seiten als eBook

 


Das Fantasywerk  „Die flammenden Schwingen Ethernas “ von Jennifer Jager kann man eigentlich gar nicht wirklich mit ein paar Worten inhaltlich zusammenfassen. Denn der Inhalt ist sehr komplex, aber wunderschön geschrieben. Es ist der erste Teil einer entstehenden Trilogie.

Normalerweise mache ich es nicht, doch in diesem Fall möchte ich mich des Klappentextes bedienen. „Er, wie er da stand am Rand der Klippen, war nichts. Weniger als ein Staubkorn in der Luft, weniger als ein Wort, das nie gesprochen wurde. Sich ihm zu zeigen, ihm Rede und Antwort zu stehen, war weit unter der Würde dieses Wesens und doch war Sen nicht so weit gekommen, um kurz vor dem Ziel aufzugeben.“ Rückblickend gesehen führte Erriel ein bescheidenes, aber zufriedenstellendes Leben, bis er dem Fremden begegnete. Schon das erste, wenn auch nur kurze Aufeinandertreffen, warf den jungen Bauerssohn vollkommen aus der Bahn. Wer war dieser geheimnisvolle Mann, der eines Abends vor ihm stand und kein Wort zu ihm sprach? Es sollte nicht lange dauern, bis er die Antwort erfuhr. Doch damit fing alles erst an…“

Das Cover wirkte auf mich im ersten Moment sehr düster. Trotzdem hat es mich gleich angesprochen, da es von der Autorin selbst gezeichnet wurde. Für mich sah es wie ein Mönch aus, der in Flammen steht und ich musste unwillkürlich an einen Songtitel denken. Die Flammen aus dem Titel erkannte ich gleich wieder. Doch das Motiv erschließt sich einem noch besser, wenn man das Buch gelesen hat.  Es sticht wunderbar aus dem typischen Fantasygenre heraus, passt perfekt für das Buch.  Die Autorin kann nicht nur gut schreiben, sondern auch ausgezeichnet malen.

 

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Tja, fallen Feuervögel unter Charakterbeschreibungen oder unter Handlungsbeschreibung. Ich habe keine Ahnung. Denn bis zu diesem Buch kannte ich keine Feuervögel und nun, träume ich davon, mal einem Feuervogel zu begegnen. Die Beschreibung dieser wundersamen Geschöpfe fasziniert mich auch nach Beendigung des Buches noch sehr. Beim Lesen hatte ich direkt ein Bild vor Augen und als ich dann auf Facebook Malereien von den Feuervögeln sah war ich erstaunt. Denn genau so, stellte ich sie mir vor. Jennifer Jager versteht es, mit Worten Welten zu malen.

Genau so ging es mir bei den Charakteren. Diese waren mit sehr viel Tiefgang beschrieben. Besonders die inneren Monologe hatten es mir angetan, die mir aus Büchern gar nicht so geläufig sind.

Wobei ich da eigentlich einen viertel Punkt abziehen würde. *Ja ich weiß, meckern auf hohem Niveau ;-)*
Es gab „Nebencharakter“, die mir nicht genug beschrieben waren. Aber ich vermute einfach, man kann nicht alles in den ersten Band packen. Sonst ist ja nichts mehr für den zweiten Band übrig.

 

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Bei der Handlung gibt es nichts zu meckern. Bereits ab der ersten Seite war ich gefesselt und spannend war es bis zum Schluss. Ein wenig gewöhnungsbedürftig waren die Perspektivwechsel, aber entgegen anderer Bücher (Thriller) haben sie mir hier nichts ausgemacht. Im Gegenteil, ich fand sie sehr gut eingebaut. 

 

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Den Schreibstil kann ich eigentlich nur mit einem Wort zusammenfassen: Wow. Anfangs war es für mich ein wenig schwer, in dieses Buch hineinzufinden. Das lag aber keinesfalls am Inhalt oder am falschen Handlungsstrang. Nein, es lag ganz allein an mir. Denn das Werk ist einzigartig poetisch geschrieben und ich ziehe meinen virtuellen Hut vor der Autorin. Teilweise fanden sich Wortkreationen im Buch, die ich so noch gar nicht kannte.  Wer gerne einfache Alltagssprache liest, ist hier ganz falsch.  Trotz einiger Metaphern und Parallelismen (ich hoffe, dies war jetzt das richtige Wort dafür), ist es kein trockener, schwerer Lesestoff. Das Buch hat sich nach der Eingewöhnung dann sehr gut lesen lassen und ich bin stolz und danke der Autorin, dass ich dieses besondere Werk lesen durfte. 

 


Ein super Erstlingswerk mit gehobener Sprache, welches  sich aus der üblichen Fantasybücherflut heraushebt.   Von mir bekommt es eine klare Kaufempfehlung und ich hoffe, die anderen beiden Bände werden genauso toll. Daher kann ich einfach nur  

 

 

 

geben.

 

Die Beschützerin – Susanne Kliem

Die Beschützerin - Susanne Kliem 320 Seiten

Die Beschützerin – Susanne Kliem
320 Seiten

 

Thriller mit Schwächen

 

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In dem Thriller „Die Beschützerin“ von Susanne Kliem kommt kein Mord vor, jedenfalls nicht direkt. Aber warum dann ein Thriller? Weil es ein Psychothriller ist. Janne Amelung ist die Hauptprotagonistin und Event-Managerin eines Berliner Fernsehsenders. Ihre heile Welt gerät ins Wanken, als die Firma von Unternehmensberatern begutachtet wird. Besonders die gut aussehende Vanessa Ott sucht den privaten Kontakt zu Janne. Kurze Zeit später wird sie Opfer von Mobbing, doch wer hat es auf sie abgesehen?

 

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Das Cover ist in einem aufallenden Rot gestaltet. Was mir nicht so gut gefällt, ist übergroß der Name der Autorin auf dem Cover. Ansonsten sieht man eine schlafende Person in einem Bett. Überall scheint Blut zu sein.  

 

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Janne Amelung, die Event-Managerin und Hauptprotagonistin in diesem Buch ist ein kleines Naivchen. Sie geht ganz in ihrer Arbeit auf, hat einen netten Freund. Ansonsten scheint sie nur für ihre Arbeit zu leben. Sie ist ein sehr gutgläubiger Mensch und sieht aber die größten Offensichtlichkeiten nicht. Dies hat mich rasch in diesem Buch genervt. Gelernt Nein zu sagen hat sie auch nicht und somit ist der Fortschritt der Handlung vorprogrammiert.

 

Vanessa Ott ist eine anfangs sympathisch wirkende, adrette Person. Mit zunehmender Handlung merkte man aber ihr psychisches Problem immer mehr. Leider hat es die Autorin meiner Meinung nach nicht geschafft, hier eine interessante Person zu „stricken“. Immer wieder fallen Andeutungen, dies hätte  aber vertieft werden können. So wurde es nur recht schnell langatmig und ermüdend. Was die Autorin damit bezwecken wollte, weiß ich nicht.

 

Die Kollegen rund um Janne scheinen recht einfach gestrickt zu sein und vor allem zu allem Ja und Amen zu sagen. Sie hinterfragen nichts und nehmen alles als gegeben hin.  

 

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Die Handlung war interessant und spannend am Anfang, jedoch dann für mich rasch ermüdend und barg bald keinerlei Spannung mehr. Die Spannung wurde leider nicht bis zu Schluss gehalten und als es auf das Ende zuging, kam dieses in so schnellem Galopp und unrealistisch daher, dass man meinen konnte, die Autorin wollte das Buch nun rasch beenden. Mir als Leserin war schon nach wenigen Kapiteln klar, wohin die Reise geht und somit musste wohl ein so unrealistisches Ende herhalten. Mehr als einmal war klar, wer hinter den ganzen Mobbingattacken steckt und selbst der Hauptprotagonistin kamen immer wieder kleine erleuchtete Momente. Jeder Mensch wäre hier mal stutzig geworden. Nicht jedoch Janne Amlung und so plätscherte die Handlung weiter dahin.

 

 

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Mein Fazit ist insgesamt durchwachsen. Das Thema hat mich leider nur teilweise fesseln können, der Endspurt kam mir dann im zu schnellen Galopp und zu unrealistisch. Von einem Thriller habe ich sehr wenig gemerkt.  Daher kann ich leider nicht mehr als 

 

3 Schmetterlinge von 5

3 Schmetterlinge von 5

 

geben.

 

 

Lenobias Versprechen

Lenobias Versprechen - P.C. Cast + Kristin Cast 192 Seiten

Lenobias Versprechen – P.C. Cast + Kristin Cast
192 Seiten

 

Dieses Buch habe ich für die Challenge von Sabrina gelesen. Hier möchte ich auch wieder nur eine kurze Meinung dazu schreiben. Normalerweise schreibe ich ja immer eine ausführliche Rezension und dieses Buch wäre es auch wert. 

Allerdings ergab sich bei mir sehr kurzfristig eine berufliche Änderung und somit fehlt mir die Zeit, ausgiebige Rezensionen zu schreiben, vor allem Ende April. 

Das Buch fängt in Lenobias Jugend an und wie eine Lüge, ihren weiteren Lebensweg bereitet. Die Handlung in dem Buch ist recht vorhersehbar, was will man aber auch anderes erwarten, bei der Seitenanzahl. Wer der französischen Sprache mächtig ist, hat an diesem Buch seine besondere Freude, denn es kommen immer wieder entsprechende Textpassagen vor. 

Die Story rund um Lenobia hat mir gut gefallen, wenngleich ich es ein wenig Klischeehaft fand, der komische Bischof, welcher es mit dem Gelübbte nicht wirklich ernst nimmt, Lenobia, die gute Seele. 

Besonders die Aufmachung des Buches ist toll. Immer wieder findet man sogenannte Tribal, welche sich nicht nur auf dem Cover, sondern auch auf den Seiten befinden. Das Cover ist ansprechend und mystisch gestaltet.

 

Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass ich mir das Buch für den Preis nie gekauft hätte, aber da ich es mir ausgeliehen habe, war es vollkommen ok. Es bekommt von mir 

 

4 Schmetterlinge von 5

4 Schmetterlinge von 5

 

Kalte Gräber

 

Kalte Gräber -  Elizabeth Heiter 320 Seiten

Kalte Gräber –
Elizabeth Heiter
320 Seiten

 

 

  

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In dem Thriller von Elizabeth Heiter treibt ein Mörder im dunklen Wald sein Unwesen. Der kleine Ort Baskerville beherbergt ein dunkles Geheimnis. Im Wald werden zwei eingegrabene Frauenleichen gefunden, nur die Köpfe schauten noch heraus. Evelyne Baine, eine FBI-Profilerin wird um Hilfe gebeten. Doch kann sie den Mörder von Baskerville stellen oder wird sie selbst sein nächstes Opfer?

 

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Das Cover ist in verschiedene Grautöne gehalten. Es gruselt einem schon der schiere Anblick. Aber wie es der Thriller verspricht, macht es einem auch neugierig, was wird wohl geschehen. Passend zum Inhalt und Klappentext ist es auf jeden Fall und mich hat das Cover zur Buchauswahl angeregt.

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Der Charakter um Evelyn Baine ist gut beschrieben. Sie ist Profilerin beim FBI. Recht früh im Buch erfährt der Leser, warum sie zur Spezialeinheit gewechselt ist. Was mich allerdings auch ein wenig genervt hat, ist ihre sture und oft eigenmächtige Handlungsweise. Immer wieder hatte ich auch das Gefühl, sie muss allen unbedingt beweisen, was für eine tolle Ermittlerin sie ist. Ein wahrer Workaholic wie er im Buche steht. Trotz allem hat mir ihre Figur sehr gut gefallen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzten.

 

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Die Handlung war interessant und spannend, die Ereignisse im Buch unvorhersehbar.   Der Handlungsstrang ist logisch aufeinander aufgebaut und die Spannung im Buch hat an keiner Stelle nachgelassen. Besonders gut haben mir die Ortsbeschreibungen gefallen und dass es immer mal wieder kleiner Textpassagen aus der Sicht des Mörders gab. Dies hat das ganze ein wenig aufgelockert. Selbst bei den etwas ruhigeren Passagen, wo es eher um die Analyse des Mörders und des Falles ging, war kein bisschen Langeweile da. Es hat Spaß gemacht, dass Buch zu lesen.

  

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Es war alles flüssig geschrieben und der Aufbau spannend gestaltet. Die Wortwahl war nicht zu schwierig, wenngleich am Anfang die ganzen Abkürzungen der Spezialeinheiten ein wenig verwirrend waren.

 

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Ein solider Thriller im Stil von Numbers, Criminal Minds oder ähnlichen Fernsehserien und somit gibt es von mir  

 

 

4 Schmetterlinge von 5

4 Schmetterlinge von 5

 

 

 

 

 

 

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Erscheinungsdatum Erstausgabe: 10.03.2014
Verlag: Mira Taschenbuch (mit einem Klick auf den Verlag kommt ihr direkt zum Buch)
ISBN: 978-3-95649-000-2
Hardcover: 320 Seiten


Ich danke Blogg dein Buch und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

Nr. 13 – Laura Wulff

 

Nr. 13 Laura Wullf  500 Seiten

Nr. 13
Laura Wullf
500 Seiten

 

Ein guter Thriller mit heftigem Anfang, nichts für Sensible

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Nr. 13 ist der zweite Thriller der Autorin Laura Wulff, in dem Daniel Zucker, ein im Rollstuhl sitzender Kommissar der Protagonist ist. Im Ritualbad wird eine Leiche gefunden. Doch der Zugang ist ihm durch die Treppen verwehrt. Also muss wieder einmal ein Kollege für ihn einspringen. Als eine verwirrte alte Frau in einer Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter einen Mord beobachtet haben will, ist Zuckers Neugier geweckt. Doch die Beschreibung ist mehr als vage, die Frau zu verwirrt. Marie, Daniels Frau wird nun beauftragt, ein Phantombild zu zeichnen. Doch damit bringt sie einen großen Stein ins Rollen. Was hat ihr Chef mit der ganzen Sache zu tun? Als auch noch Maries Cousin auf eigene Faust heimlich mit ermittelt, da Marie und Daniel sich scheinbar wegen dieses seltsamen Falls immer streiten, ist das Chaos perfekt. Was hat es mit der ominösen Zahl 13 auf sich und wer steckt hinter dem Mord? Was hat die alte Dame wirklich gesehen? Dies alles erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

 

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Das Cover ist sehr auffällig mit der Nr. 13 vorn drauf. Mich hat es gleich angesprochen und neugierig gemacht. Allerdings wirkt es auch sehr düster, gerade durch das heruntertropfende Blut  und den Efeu. Auf dem zweiten Blick sah ich, dass es eine Hausnummer darstellt. Warum das Cover so gestaltet wurde, erfährt der Leser sehr schnell in der Handlung.

 

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Daniel Zucker ist der ermittelnde Kommissar in diesem Buch. Er ist stur, leicht reizbar. Bedingt dadurch, dass er im Rollstuhl sitzt, fühlt er sich oft ausgeschlossen. Doch er ist ein „helles Köpfchen“. Mir hat seine Rolle sehr zugesagt, da er oft einfallsreich ist, wenn es ums Überwinden von Hindernissen geht.

Marie, Daniel Zuckers Frau, ermittelt neben Daniel mit in diesem Buch. Auf mich machte sie zwar einen besonnenen, aber auch was das Privatleben betraf, unentschlossenen Eindruck. Als Person konnte ich sie nicht so recht greifen.

Maries Cousin ist naiv und für seine 19 Jahre finde ich ihn sehr unreif. Zwar kann ich aufgrund des Altersunterschiedes nicht beurteilen, wie heutige Jugendliche sind, aber die Ermittlungen auf eigene Faust waren für mich dann doch recht unglaubwürdig.

 

 

 

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Der Beginn des Buches war für mich viel zu heftig und detailliert beschrieben. Es geht in dem Buch um Pädophilie und ich finde, man muss solche Szenen in einem Thriller nicht so genau beschreiben und schon gar nicht, damit ein Buch beginnen. Mich hat dies dermaßen geschockt und mitgenommen, dass ich das Buch mehrere Wochen weglegen musste. Da ich es als Rezensionsexemplar aber bekommen habe, wagte ich einen zweiten Anlauf und habe nach dieser Szene weiter gelesen. Es ging interessant und spannend weiter, jedoch folgten recht schnell wieder sehr detailreiche Beschreibungen eindeutiger Szenen und somit legte ich das Buch wieder für eine Woche zur Seite.  Trotz allem habe ich das Buch weitergelesen und die Ereignisse im Buch sind unvorhersehbar. Es gibt immer mal wieder einen Wechsel von den Ermittlungen zu den beschrieben Szenen. Der Handlungsstrang ist logisch aufeinander aufgebaut und die Spannung im Buch hat an keiner Stelle nachgelassen. Ohne die genauen Beschreibungen hätte es mir deutlich mehr Spaß gemacht, dass Buch zu lesen. Wer sensibel ist, sollte es sich aber wirklich überlegen.

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Ich gebe diesem Buch daher nur

3 Schmetterlinge von 5

3 Schmetterlinge von 5

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Seiten: (ca.) 502
Erscheinungsform: eBook-Lizenz
Erscheinungsdatum: Mär 2014
Verlag: dotbooks (klicken führt direkt zum Buch auf der Verlagsseite)

ISBN: eBook 978-3-95520-539-3 

Ich danke Blogg dein Buch und dotbooks für die Bereitstellung des Buches und die Möglichkeit, dieses als Rezensionsexemplar zur bekommen.