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[Rezension] Weil du böse bist – Peter Sultani

 

Weil du böse bist

Quelle: dotbooks

Titel: Weil du böse bist

Autorin: Peter Sultani

Ersterscheinung: 29.04.2014

Formate: e-Book, Taschenbuch

Verlag: dotbooks

Seiten: 436

ISBN: 9783955204150

Das Buch wurde von Blogg dein Buch
zur Verfügung gestellt

 

Inhalt

 

Freie Tage? Nicht für Hauptkommissar Craan, der an seinem freien Abend zu einem Mordfall gerufen wurde. Als er ankommt, ahnt er noch nicht, dass Blut trinkende Kätzchen, eine aufgeschlitzte Frau und ein verschwundener Fötus der Anfang einer Mordserie wird. Der Täter? Mitten unter ihnen. Wahnsinn und Boshaftigkeit reichen sich die Hand und ziehen den Hauptkommissar mit sich – der schon bald in das Zielkreuz des grausamen Killers gerät.

charaktere

 

Liebevoll ausgeschmückte Charaktere, die mit Detail und gut inszenierten Plotfäden miteinander verstrickt werden, erwachen in diesem Buch besonders gut zum Leben. Ihre Geschichten sind mitten aus dem Leben, ihre Gedankengänge und Handlungen regen zum Mitdenken und -fiebern an. Weil du böse bist, lässt in die Abgründe und Boshaftigkeit des Mörders blicken.

cover

 

Wie bei vielen Krimis oder Trillern, kann man vom Cover nicht ablesen um was es sich den handelt. Ein Messer schneidet sich von innen durch das Cover, teilt und versetzt kunstvoll den Titel und hinterlässt blutige Spuren. Der Hintergrund, eine Art „grunge textur“, ist grau und einfach gehalten. Nichtsdestotrotz, wenn man das Buch gelesen hat, könnte man einige Zusammenhänge zwischen Cover und Plot schließen.

schreibstil

 

Hinter dem Autor Peter Sultani steckt wahrhaftig ein Mann, der weiß wie man mit Worten umzugehen hat. Die Detailliebe was die Charaktere angeht, oder die Morde, sind sehr ansprechend und verleiten sich das Ganze bildlich vorzustellen. Das man das bei dem ein oder anderen Mordfall nicht unbedingt tun sollte, wird einem meist erst bewusst, wenn es zu spät wird. Für schwache Gemüter ist dieses Buch definitiv nicht, verdient aber seine Kategorisierung als Thriller allemal.

 

Die Detailfreude des Autors sind jedoch nicht immer positiv, da auch gerne mal Dinge zu genau beschrieben werden, wie bspw. Straßen. Etwas, was man unnötig finden kann, wenn man doch einfach nur wissen will, wie es weiter geht. Oder es einfach nicht mit Straßennamen hat. Die gezielt gesetzten Humoreinlagen, meistens in Form von Craans Gedanken, zaubern gerne ein sachtes Lächeln auf das Gesicht. Eine erquickliche und willkommene Abwechslung, zu dem sonst recht düster und schweren Roman.

Bei Herrn Sultani sollte man jedoch Obacht geben – sobald man selbst glaubt eine Spur entdeckt und den psychopathischen Mörder gefasst zu haben, für er einen direkt auf den Holzweg. Gleich mehrmals. Und das ist auch gut so, den so bleibt „Weil du böse bist“, bis zuletzt verdammt spannend. Es ist nicht zu bestreiten, dass dieser Thriller gut durchdacht und geplant wurde. Die abwechselnden Erzählperspektiven – Ermittlung und der Mörder, der sich selbst „Der Imperator“ nennt – sind jedesmal gut voneinander zu trennen und zu erkennen. Die plausible Aufklärung der Morde und des Täters sind wie Quark auf einem Sonnenbrand – erfrischend und absolut befriedigend.

 

fazit

 

 

Mein einziges Manko wäre die teilweise zu große Detailliebe, ansonsten ist dieser Thriller ein absolutes Goldstück. Er regt zum mitfiebern an, führt einen auf den Holzweg und reißt einen bis zum Schluss mit. Ein Thriller wie er im Buche steht – wer eine leichte Abendlektüre sucht, ist hier falsch.

Den wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören. Daher auch verdiente

4von5Monde