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[Rezension] Elementarblut – Anna Kleve

Elementarblut

Quelle Elementarblut: Homepage der Autorin

Titel: Elementarblut

Autorin: Anna Kleve

Ersterscheinung: 19.06.2017

Formate: e-Book, Taschenbuch

Verlag: unbekannt, Homepage der Autorin

Seiten: 251

ISBN: 9781521536599

Rezensionsexemplar eBook

 

Inhalt

 

Vor vielen Jahren, wenn nicht gar Jahrhunderten, ist die Feeninsel Maliur vom Angesicht der Welt verschwunden – bis sie eines Tages wieder für Menschenaugen sichtbar im Atlantischen Ozean aufgetaucht ist. Das Auftauchen einer neuer Rasse, bis dato geglaubten Fantasiewesen, löst einiges an Spekulationen auf dem Erdball aus. Wellen, die auch Mira aus Deutschland auf ihre ganz besondere Art und Weise zu spüren bekommt. Zwischen Romanze und Magie muss sie erst selbst ihren Platz in dieser neuen Welt finden – und mit ihrer eigenen Bestimmung zurecht kommen.

charaktere

 

Die Charaktere werden mit liebevoller Sorgfalt und Treue beschrieben und behandelt. Aussehen und Emotionen kommen klar zu Tage und man kann sich ein angenehmes Bild der Charaktere im Kopf erstellen. Dennoch fehlt mir hier und da allerdings das gewisse Etwas, über den Horizont der Romanze der Hauptcharaktere blickendes.

cover

 

Das Cover – ein junges Mädchen überlagert mit wellenartiger, grüner Textur – ist recht nichtssagend. Wenn man das Buch gelesen hat, erkennt man den dezenten Bezug. Die einfache, rote Schrift auf grünem Grund beisst sich leider sehr und sieht nicht sehr einladend aus. Anhand des Coves konnte nicht erkannt werden, welche/n AutorIn den Roman geschrieben hat oder von welchem Verlag das Buch veröffentlicht wurde.

schreibstil

 

Anna Kleve ist bereits nicht erst seit gestern im Autorengeschäft – eine simple Tatsache die sich rasch erkennen bzw. erlesen lässt. Die deutsche Autorin stammt aus dem Bergischen Land, in welchem auch das Buch spielt.

Das Buch baut langsam auf, erklärt erst einmal die Gegebenheiten, die für das Buch wichtig sind. Im Folgenden fokussiert sie sich jedoch schnell auf das was das Buch verspricht – eine Romantasy. Action per se fehlt leider komplett. Deswegen wirkt Elementarblut mehr als ein Prolog zu der eventuellen Handlung, welche man vielleicht in der Fortsetzung genießen kann. Es gibt zwar einige Momente, die auf eine Actionszene und einen Spannungsmoment hoffen, aber diese verflüchtigen sich rasch wieder. Überraschenderweise tauchen auch detaillierte Erotikszenen auf, mit denen man wohl bei der anfänglich zarten Schreibweise und Umsicht der Charaktere nicht gerechnet hätte.

Der Schreibstil ist sehr erzählend und beschreibend, was es einen einfach macht, sich in die Figuren und deren Gefühlsleben hinein zu versetzen. Besonders erkennt man die politische und menschlichen Hintergründe, die zwischen Feenwesen und Mensch herrschen. Teilweise gehen solche „Nebensächlichkeiten“ jedoch zu sehr in der Fantasyliebesgeschichte unter. Leider haben sich einige dezente Rechtschreibfehler eingeschlichen, welche den Lesespaß etwas trüben.

Das Buch spielt in Deutschland und kann gut und gerne in die heutige Zeit übertragen werden kann. Von den dezenten politischen Bewegungen, die im Hintergrund brummeln, bis hin zu dem Auftauchen der neuen Rasse auf dem Erdball. Genauowie das Für und Wider der Leute bezüglich der Akzeptanz derer.

 

fazit

 

 

Besonders hat mir an dem Buch die Folgen des Auftauschen neuer Wesen gefallen, wie auch die Reaktion der Leute auf eben jene, der politische Umschwung und die Akzeptanz und Abneigung, Vorurteile und Neugierde der Jugend und der Erwachsenen. Da diese sich besonders gut in die heutige Zeit übertragen lassen, macht es das Ganze ansprechend und regt zum Denken und weiterlesen an.

Darum wäre es schön gewesen, wen der Fokus nicht all zu sehr auf der Romanze gelegen hätte, für mich war es teilweise recht zu viel davon. Demzufolge wären mehr Hintergrundinformationen zu der Handlung für mich perfekt gewesen – infolgedessen bleiben einige Fragen offen.

Im Grunde genommen hat das Buch mein Interesse geweckt und ich würde es Liebhabern von Jugendlicher Romantasy gerne weiter empfehlen. Daher gibt es auch

3von5Monde

3 von 5 Monden

Abgesehen davon weißt es viel Potenzial auf, sollte jedoch  ein wenig über den Horizont der Romanze blicken um diesen wirklich abzurunden.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt meine ehrliche Meinung wieder und wurde seitens der Autoren nicht beeinflusst.